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16. September 2010

Holz, Kaminofen - Moderniserung ist der Schlüssel zu Effizienz und Klimaschutz

Mineralölwirtschaft fordert Planungssicherheit, technologieoffene Regelungen und effiziente Förderung für den Gebäudesektor
Auf den Gebäudebereich entfallen rund 40 Prozent des Gesamt - energieverbrauchs und ein Drittel der CO2 - Emissionen, so steht es im Entwurf des Energiekonzepts der Bundesregierung. Die deutschen Klimaschutzziele sind nur zu erreichen, wenn Altbauten saniert und die Heizungsanlagen modernisiert werden. Denn gegenwärtig entspricht gerade einmal eine von zehn Heizungen dem aktuellen Stand der Technik. ?Das betrifft alle Heizarten gleichermaßen. Von den insgesamt rund sechs Millionen Ölheizungen sind 1,4 Millionen mindestens 20 Jahre alt und damit dringend modernisierungsbedürftig. Das müssen wir ändern?, konstatiert Gerd Deisenhofer, Vorsitzender des Bundesverbandes mittelständischer Mineralölunternehmen e.V. (UNITI). Wie das gelingen kann und welche Rolle Heizöl im Wärmemarkt der Zukunft spielen wird, diskutierte die Mineralölwirtschaft auf dem HEAT - Kongress, der am 14. und 15.09.2010 erstmalig im ewerk in Berlin stattfand.
Möglichkeiten zur Energieeinsparung
Für den Gebäudebestand gibt es vier Möglichkeiten, den Primärenergiebedarf und damit die CO2 - Emissionen zu senken:


Reduzierung des Wärmebedarfs, z.B. durch verbesserte Dämmung oder Wärmerückgewinnung
Einsatz effizienterer Heizungstechnik und Nutzung erneuerbarer Energien wie Solar - oder Umweltwärme
Verringerung des fossilen Energiebedarfs durch Biomasse, z.B. Einbindung eines Holz - Kaminofens in die Heizungsanlage
Höhere Effizienz in der Strom - Erzeugung z.B. durch den Einsatz von Kraft - Wärme - Kopplung oder durch Vergrößerung des Anteils von Strom aus erneuerbaren Energien.
Für Hausbesitzer haben die beiden ersten Maßnahmen den Vorteil, dass sie direkt auch die Energiekosten senken. Dagegen ist beim Ersatz fossiler Brennstoffe durch Erneuerbare oder bei der Umstellung der Stromversorgung auf Sonne oder Wind mit höheren Kosten für die Verbraucher zu rechnen. Das belegen allein die erheblichen Einspeisevergütungen, mit denen diesen Technologien zu wachsender Marktbedeutung verholfen werden soll. Beispielsweise bezahlen die Verbraucher über die EEG - Umlage jährlich etwa zehn Milliarden Euro für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Geht man davon aus, dass die Komplettsanierung eines Hauses etwa 50.000 bis 100.000 Euro kostet, dann könnten mit einer vergleichbaren Summe etwa 100.000 Altbauten in einen energetischen Top - Zustand gebracht und bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden. ?Wir sind davon überzeugt, dass die hochgesteckten Klimaziele nur im Zusammenspiel aller Maßnahmen zu erreichen sind. Was sich für das einzelne Gebäude jedoch als wirtschaftlich und sinnvoll erweist, wird jeweils unterschiedlich sein?, sagt Prof. Christian Küchen, Geschäftsführer des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO). Das große Potenzial effizienter Heiztechnik wird vielfach unterschätzt. Allein mit der Installation einer modernen Öl - Brennwertheizung sinkt der Heizölverbrauch um bis zu 30 Prozent gegenüber dem veralteten Standardheizkessel. Bei einer Investition von rund 8.500 Euro zählt die Heizungserneuerung zu den effizientesten Sanierungsmaßnahmen im Haus. Öl - Brennwerttechnik leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur schnellen, wirksamen und bezahlbaren Verbrauchs - und CO2 - Senkung im Gebäudebereich. Wer noch mehr für die Umwelt tun will, kann zusätzlich erneuerbare Energien in die Wärmeversorgung einbinden. Mehr als die Hälfte der in 2009 installierten Öl - Brennwertgeräte wurde mit einer Solarthermieanlage kombiniert. Damit liegt dieser Anteil höher als bei nahezu allen anderen Heizsystemen. Mit solchen Kombi - Heizsystemen lässt sich der Energieverbrauch weiter reduzieren, während der Anteil erneuerbarer Energien steigt. Heizöl erweist sich dabei als idealer Partner, der immer dann die Wärmeversorgung sicherstellt, wenn das Angebot an Solarwärme nicht ausreicht. Der überwiegende Teil des jährlichen Energiebedarfs wird zunehmend in wenigen Wintermonaten benötigt. Während für leitungsgebundene Energieträger ein derartiges Spitzenlastprofil häufig wirtschaftlich problematisch ist, kommt ein Energieträger wie Heizöl mit diesen Anforderungen gut zurecht. Der flüssige Brennstoff kann flexibel transportiert und vor Ort kostengünstig gespeichert werden.
Modernisierung braucht Transparenz und Alltagstauglichkeit
Zentrales Ziel der Bundesregierung ist es, die energetische Sanierungsrate von jährlich etwa einem auf zwei Prozent zu verdoppeln. Damit soll der Wärmebedarf der Gebäude bis 2020 um 20 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmebedarf deutlich steigen. Langfristige Verlässlichkeit wird begrüßt. Die Ziele müssen aber auch realistisch und unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen erreichbar sein. Diesen Ansatz unterstützt auch die Mineralölwirtschaft. Besonders positiv wird bewertet, dass die Regierung auf eine ideologiefreie, technologieoffene und marktorientierte Energiepolitik für alle Nutzungsarten (Strom, Wärme und Verkehr) setzt. Begrüßt wird auch die Feststellung, dass der Einsatz erneuerbarer Energien für die Wärmeversorgung erst dann seine volle Wirkung entfalten kann, wenn das enorme Potenzial der Effizienzmaßnahmen ausgeschöpft wurde. Damit die Bereitschaft der Hausbesitzer zur Modernisierung aber tatsächlich steigt und die angestrebten Einsparungen realisiert werden können, sind erhebliche Investitionen, klare und verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen sowie eine effiziente Förderpolitik erforderlich. So muss der Primärenergiebedarf, als anerkanntes Kriterium für den energetischen Standard eines Gebäudes, zu der zentralen Ziel - und Steuerungsgröße werden ? sowohl in den Anforderungen an den Gebäudebestand als auch bei den Förderkonzepten zur Modernisierung. Und nicht zuletzt sind eine Vereinfachung der Gesetzgebung sowie bundeseinheitliche Regelungen für die energetische Sanierung im Gebäudebestand unerlässlich. ?Wir brauchen einheitliche Standards, die alle Energieträger im Wärmemarkt einbinden, technisch realisierbar und bezahlbar sind?, fordert Dr. Uwe Franke, Vorstand des Mineralölwirtschaftsverbandes e.V. (MWV). ?Wenn die Rahmenbedingungen nicht klar, verlässlich und bezahlbar sind, wird es nicht gelingen, die Verbraucher zu den notwendigen Investitionen zu motivieren und die gesteckten Ziele des Energiekonzepts zu erreichen.? Mit dem HEAT - Kongress bietet die Mineralölwirtschaft eine Plattform, diese Vorschläge mit Vertretern aus Politik und Verwaltung, der Industrie, dem Energiehandel, dem SHK - Handwerk und der Verbraucherseite zu diskutieren.
Quelle: IWO, Presseinformation vom 14.09.2010


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