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31. März 2017

Holz - Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V.: Klimaschutzplan Hessen nach Änderung als Chance

Integrierter Klimaschutzplan Hessen 2025: DeSH sieht Plan nach Änderung als Chance
Am 29. März 2017 stellte Priska Hinz, hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, in Frankfurt/Main den Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025 vor. Das Strategiepapier beinhaltet 140 Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung in einem der waldreichsten Bundesländer. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) zeigt sich nach intensivem Beteiligungsprozess zufrieden.
„Dem DeSH ist es in Zusammenarbeit mit weiteren Verbänden innerhalb des Landesbeirates Holz Hessen gelungen, den für Forst- und Holzwirtschaft negativen Entwurf in eine Chance für mehr Holzverwendung umzuwandeln“, erklärt DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt, der dem Gremium vorsitzt. Mehrfach habe man im laufenden Ausarbeitungsprozess Stellung genommen und in Gesprächen mit dem Ministerium sowie im Steuerungskreis die ökologische und ökonomische Bedeutung der Holzwirtschaft dargelegt. Mit Erfolg: So erkennt der Klimaschutzplan in seiner verabschiedeten Fassung nicht nur die CO2-Senkefunktion des Waldes, sondern auch die Substitutions- und Speicherwirkung von Holzprodukten an. „Wir freuen uns, dass das Land vor diesem Hintergrund den Holzbau unterstützen und innovative Holzprodukte fördern möchte“, sagt Schmidt. Im Maßnahmenkatalog verbrieft ist zudem eine neuerliche Prüfung baurechtlicher Regelungen, wodurch zusätzlich strukturelle Hemmnisse im Holzbau reduziert werden könnten.
Aktiv möchte die Landesregierung auch den klimabedingten Gefahren für den Wald entgegenwirken. Risikoanalysen für Baumarten und Standorte sollen künftige Planungsgrundlage für ein klimaangepasstes Waldmanagement sein. Entstehen sollen artenreiche und klimaresiliente Mischwälder, die zugleich die Belange der Holzwirtschaft berücksichtigen. „Klima schützen, ohne aktuellen und künftigen Wohlstand zu gefährden“, beschreibt die Landesregierung ihre Prämisse, Ökonomie und Ökologie zu vereinen. Bemittelte Forschungsprojekte sollen das Zusammenwirken von Klima-, Artenschutz und Holznutzung detailliert untersuchen.
Hintergrund
Das Land Hessen setzt sich zum Ziel, seine Treibhausgasemissionen bis 2025 um 40 Prozent zu reduzieren. Bis 2050 will das Bundesland klimaneutral werden. Der Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025 ergänzt die Klimapolitik von EU und Bund. Neben Forst und Holz umfassen die Maßnahmen auch die Landwirtschaft, die Industrie, den Energiesektor sowie Verkehr und Gebäude. Insgesamt wurden 140 Maßnahmen erarbeitet, 42 gelten als „prioritäre Maßnahmen“.
Dem Klimaschutzplan ging ein eineinhalbjähriger Beteiligungsprozess voraus. Interessensgruppen sowie die Öffentlichkeit konnten auf Veranstaltung und via Internet mitwirken.
Der Klimaschutzplan der hessischen Landesregierung ist unter goo.gl/9TpGqO abrufbar.
Der Deutsche Säge- und Holzindustrie ‒ Bundesverband e.V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 600 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht Die Deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.Quelle: Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V.


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